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Draußen lernen: Unterrichts- und Spielideen an der frischen Luft


Wenn der Frühling Einzug hält, verändert sich auch der Alltag von Kindern. Die Tage werden heller, die Temperaturen steigen und der natürliche Bewegungsdrang wächst. Nach den Wintermonaten möchten Kinder draußen sein, rennen, beobachten und ihre Umgebung erkunden. Genau hier eröffnet sich eine wertvolle pädagogische Möglichkeit: Lernen muss nicht auf Gruppenräume oder Klassenzimmer beschränkt bleiben. Der Frühling lädt dazu ein, Bildungsangebote nach draußen zu verlagern und Lernen mit Bewegung, Naturerfahrung und Alltagssituationen zu verbinden.

Lernen im Freien bedeutet dabei mehr, als Materialien nach draußen mitzunehmen. Es heißt, Lernprozesse neu zu gestalten. Die Umgebung wird zum Lernmedium, der Körper aktiv einbezogen und die Natur liefert stetig neue Impulse. Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie Lernen im Frühling draußen in Kita und Grundschule sinnvoll umgesetzt werden kann – strukturiert, alltagstauglich und mit echtem pädagogischem Mehrwert.

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Warum Lernen an der frischen Luft besonders effektiv ist

Kinder lernen ganzheitlich. Sie verknüpfen Wissen mit Bewegung, Sinneseindrücken und Gefühlen. Draußen geschieht genau das automatisch: Geräusche, Licht, Gerüche und Bewegung fördern Aufmerksamkeit, Motivation und Lernfreude.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Lernen im Freien:

• die Konzentration stärkt

• den natürlichen Bewegungsdrang aufgreift

• Stress reduziert

• soziale Kompetenzen fördert

• Neugier und Selbstständigkeit unterstützt

Gerade im Frühling hilft diese Lernform, Unruhe zu vermeiden. Statt Energie zu bremsen, wird sie sinnvoll in Lernprozesse eingebunden.

1. Gut starten: Rituale für das Lernen draußen

Klare Strukturen geben Sicherheit. Rituale helfen Kindern, sich auf das Lernen im Freien einzustellen. Ein fester Treffpunkt – etwa ein Baum, eine Bank oder eine Decke – dient als Orientierung. Dort wird erklärt, was geplant ist und wie der Ablauf aussieht.

Kurze Achtsamkeits- oder Bewegungsübungen eignen sich ebenfalls als Einstieg. Die Kinder lauschen den Umgebungsgeräuschen, atmen bewusst oder spüren den Boden unter ihren Füßen. So kommen sie an und können sich besser auf Lerninhalte konzentrieren.

2. Sprachförderung im Freien – Sprache in Bewegung

Der Frühling bietet zahlreiche Sprechanlässe. Kinder entdecken Neues, benennen Beobachtungen und beschreiben ihre Eindrücke. Wortschatzarbeit entsteht dabei ganz natürlich. Frühlingsbegriffe können gesammelt, Geschichten erfunden oder Sinneseindrücke sprachlich verarbeitet werden.

Auch das dialogische Sprechen wird gefördert. Gespräche entstehen spontan, Kinder hören einander zu und reagieren auf Beobachtungen anderer.

3. Mathematik draußen entdecken – Zahlen im Alltag erleben

Mathematische Inhalte lassen sich draußen besonders anschaulich vermitteln. Blüten werden gezählt, Stöcke nach Länge sortiert oder Steine verglichen. Wege können abgemessen, Schritte gezählt oder Muster aus Naturmaterialien gelegt werden.

So erleben Kinder Mathematik als Teil ihrer Umwelt und nicht als abstraktes Konstrukt.

4. Naturwissenschaften unter freiem Himmel erforschen

Der Frühling ist ideal für erste naturwissenschaftliche Erfahrungen. Wachstum, Wetter und Tierleben lassen sich direkt beobachten. Kinder verfolgen, wie Pflanzen wachsen, entdecken Insekten oder vergleichen sonnige und schattige Plätze.

Einfache Experimente regen zum Forschen an und fördern das Verständnis für natürliche Zusammenhänge. Dabei lernen Kinder, Fragen zu stellen und eigene Vermutungen zu entwickeln.

5. Bewegung nutzen – Lernen mit dem ganzen Körper

Bewegung ist ein wichtiger Motor für Lernprozesse. Lerninhalte können aktiv umgesetzt werden: Zahlen werden gehüpft, Buchstaben angelaufen oder Formen mit dem Körper dargestellt.

Auch Bewegungsgeschichten verbinden Fantasie, Sprache und Motorik. Kinder tauchen spielerisch in Lerninhalte ein und verarbeiten sie körperlich.

6. Kreativ sein in der Natur – Kunst im Frühling

Naturmaterialien laden zum kreativen Gestalten ein. Blätter, Blüten, Steine oder Stöcke werden zu Mandalas, Naturbildern oder Land-Art-Projekten. Die entstehenden Kunstwerke sind vergänglich und stärken das Bewusstsein für den Moment.

Diese Art des kreativen Arbeitens fördert Achtsamkeit und Wertschätzung gegenüber der Natur.

7. Soziales Lernen draußen – Gemeinschaft erleben

Im Freien verändern sich Gruppendynamiken. Mehr Platz entschärft Konflikte, Zusammenarbeit rückt in den Fokus. Gemeinsame Bau- oder Gestaltungsaufgaben fördern Teamfähigkeit, Kommunikation und Rücksichtnahme.

Kinder erleben, wie wichtig Kooperation ist, und übernehmen Verantwortung für die Gruppe.

8. Kleine Einheiten mit großer Wirkung

Lernen im Freien muss nicht lang sein. Bereits 15 bis 30 Minuten können effektiv genutzt werden. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Kurze Impulse draußen lassen sich gut in den Alltag integrieren und wirken nachhaltig.

9. Regeln geben Sicherheit

Damit Lernen draußen gelingt, braucht es klare Absprachen. Kinder müssen wissen, wo sie sich aufhalten dürfen und welche Regeln gelten. Gemeinsam festgelegte Regeln schaffen Orientierung und ermöglichen Freiräume innerhalb klarer Grenzen.

10. Wetter als Lernchance begreifen

Der Frühling bringt wechselhaftes Wetter. Sonne, Wind oder leichter Regen können bewusst erlebt werden. Kinder lernen, sich passend zu kleiden, Wetter wahrzunehmen und Veränderungen zu beobachten. Das stärkt Selbstständigkeit und Umweltbewusstsein.

11. Lernen dokumentieren

Auch Lernprozesse im Freien lassen sich festhalten. Fotos, Zeichnungen oder Erzählungen machen Erlebnisse sichtbar und können später im Raum aufgegriffen werden. So entsteht eine Verbindung zwischen draußen und drinnen.

12. Eltern informieren und einbeziehen

Transparenz schafft Vertrauen. Wenn Eltern verstehen, welchen pädagogischen Wert Lernen im Freien hat, unterstützen sie es gern. Kurze Gespräche, Bilder oder Einblicke in Projekte helfen, den Mehrwert zu vermitteln.

13. Lernen draußen fest im Alltag verankern

Lernen im Freien sollte kein Ausnahmeprojekt bleiben. Der Frühling bietet einen idealen Einstieg, um diese Lernform langfristig zu etablieren. Mit festen Zeiten und klaren Abläufen wird der Außenraum zu einem selbstverständlichen Lernort.

Fazit: Der Frühling als lebendiger Lernraum

Der Frühling eröffnet vielfältige Möglichkeiten, Lernen neu zu gestalten. Draußen lernen verbindet Bewegung, Natur, Kreativität und Gemeinschaft. Kinder erleben sich als aktiv Handelnde und entwickeln Freude am Entdecken.

Mit einfachen Ideen, klarer Struktur und Offenheit wird der Außenbereich zu einem wertvollen Lernraum – und der Frühling zu einer Zeit nachhaltigen, lebendigen Lernens.

Helena Katharina H., 04.02.2026