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Eine magische Nachtwanderung

 



In den Osterferien war Emma eine Woche lang in einem Feriencamp. Begeistert erzählt sie beim Abendessen davon. „Besonders toll war die Nachtwanderung gestern Abend. Wir haben erst Stockbrot am Lagerfeuer gemacht, dann hat Marie eine Geschichte von einer Hexe erzählt, die im Wald wohnt. Und dann kam Laura dazu, die als Hexe verkleidet war und hat uns mit in den Wald genommen. Wir sind einer Leuchtspur gefolgt und an den Bäumen hingen Elfen und Fledermäuse. Zum Schluss mussten wir der Hexe dann noch helfen, die Gespenster einzufangen und zu verzaubern, damit die sie nicht mehr ärgern. Das war lustig. Nach der Nachtwanderung haben wir dann unsere Schlafanzüge angezogen und uns Armbänder aus Knicklichtern gebastelt und Party im dunklen Essensraum gemacht.“
Ob Klassenfahrt oder Feriencamp, ein Programmpunkt darf nicht fehlen: die Nachtwanderung. Insbesondere in den jüngeren Klassen ist die Nachtwanderung oft das Highlight der Klassenfahrt. Im Netz finden sich zahlreiche Ideen, um die Nachtwanderung möglichst gruselig zu gestalten. Doch ist das der Sinn dabei? Sollte nicht vielmehr das Naturerlebnis im Vordergrund stehen? Für manche Kinder ist es das erste Mal, im Dunkeln draußen unterwegs zu sein. Da sollte es doch umso wichtiger sein, ihnen dabei keine Angst einzujagen, sondern ein positives Erlebnis zu schaffen.

Ein Thema finden

Vor allem das Ziel der Nachtwanderung sollte gut durchdacht sein und als erstes festgelegt werden. Geht es darum, dass die Teilnehmenden die Natur entdecken, sollen sie gemeinsam ein Rätsel lösen oder soll die Nachtwanderung möglichst gruselig sein? Hieran lässt sich das Thema der Nachtwanderung anpassen. Fast jedes Thema eignet sich und lässt sich entsprechend anpassen. Sind Piraten sowieso schon ein Thema in der Gruppe, kann eine Schatzsuche das Thema der Nachtwanderung werden. Sind es Märchen können die Teilnehmenden unterwegs verschiedenen Märchenfiguren begegnen. Auch ein bestimmtes Tier wie die Fledermaus oder die Eule kann im Fokus der Nachtwanderung stehen.

Die Planung der Nachtwanderung

Nun geht es an die Planung der Nachtwanderung. Folgende Fragen sollten dabei bedacht werden:

1. Wie viele Kinder nehmen teil und wie viele Betreuungspersonen stehen zur Verfügung?
2. Wie alt sind die Teilnehmenden?
3. Wie gut kennen Sie die Kinder, für die Sie die Nachtwanderung planen? Wie gut kennt sich die Gruppe untereinander?
4. Sind Teilnehmende dabei, die sich leicht erschrecken oder die Angst im Dunkeln haben? Gibt es Teilnehmende, die im Vorfeld schon bedenken äußern?
5. Wo findet die Nachtwanderung statt? Wo sind Start und Ziel, wie lang ist die Strecke?

Sind diese Fragen geklärt, kann im nächsten Schritt die Nachtwanderung an sich geplant werden. Ausgerichtet am Thema können verschiedene Aufgaben während der Nachtwanderung durch die Teilnehmenden gelöst werden. Bei einer Nachtwanderung zum Thema magische Wesen, könnte eine Aufgabe sein, an Trollen vorbeizuschleichen. Steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt können Aufgaben sein, ein Stück ohne Taschenlampe zu laufen, Geräusche zu sammeln oder auf Tiere zu achten, die nachts unterwegs sind. Wenn die Nachtwanderung im Rahmen eines Kindergeburtstags, einer Klassenfahrt oder Ferienfreizeit stattfindet, gilt es auch das Programm darum zu planen. Vor allem die Uhrzeit ist entscheidend, schließlich soll es draußen schon dunkel sein. Wird es im Herbst schon früh dunkel, kann die Nachtwanderung im Sommer erst später starten.

Die Vorbereitung

Sind Thema und Ort bekannt, geht es an die konkrete Vorbereitung der Nachtwanderung. Müssen die Teilnehmenden Taschenlampen mitbringen, sollten sie rechtzeitig darüber informiert werden. Auch alles andere, was für die Nachtwanderung benötigt wird, muss besorgt werden, zum Beispiel Knicklichter oder Leuchtsterne, um den Weg zu markieren. Auch Dekoration oder Material für die Aufgaben kann besorgt oder selbst gebastelt werden. Am Tag selbst sollte die Strecke noch einmal im Hellen abgelaufen werden, um mögliche Stolperfallen rechtzeitig zu beseitigen. Hierbei kann auch die Dekoration angebracht werden. Knicklichter sollten erst kurz vor dem Start ausgelegt werden, damit sie während der Nachtwanderung noch leuchten. Bevor es losgeht, können die Teilnehmenden mit einer kurzen Geschichte auf die Nachtwanderung eingestimmt werden. Gegebenenfalls können hier Regeln besprochen werden, etwa das die Teilnehmenden sich nicht gegenseitig erschrecken oder das keine Pflanzen ausgerissen werden.

Es geht los

Wenn alle Teilnehmenden bereit sind, kann es losgehen. Es sollten mindestens drei Betreuungspersonen mitgehen, die vorweg, in der Mitte und hinter der Gruppe laufen. Mindestens einer von ihnen sollte Pflaster und ein 1. Hilfe-Set dabei haben. Auch Ersatzbatterien und zusätzliche Taschenlampen sollten dabei sein, sowie alles, was für die Nachtwanderung benötigt wird. Besonders wichtig ist, dass während der Nachtwanderung alle Teilnehmenden zusammenbleiben und nicht die Wege verlassen, damit sich niemand verletzt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass kein Müll in der Natur zurückbleibt. Dafür ist es hilfreich, die Strecke nach der Nachtwanderung mit Papierzange und Sammeleimer abzugehen oder am nächsten Morgen noch einmal abzulaufen. Gerade bei einer Nachtwanderung durch einen Park oder Wald sollten sich die Teilnehmenden nach der Rückkehr gründlich auf Zecken untersuchen. Nach der Rückkehr kann als Ausklang eine passende Geschichte vorgelesen werden, aber auch eine Party mit Knicklichtern und Süßigkeiten eignet sich als Abschluss des Tages. Hierfür eignet sich zum Beispiel „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Auch das Buch „Trolle, Wichtel, Pixies und Waldwesen aus aller Welt“ von Malin Neumann ist gerade für eine Nachtwanderung, bei der es um magische und geheimnisvolle Wesen geht, ein guter Abschluss.   

Oriana R. / 28.02.2022

Zur Autorin: Mein Name ist Oriana und ich habe kürzlich mein Studium in Geschichte und Pädagogik beendet. Ich bin seit fast 10 Jahren als ehrenamtliche Lesepatin tätig und habe schon über 40 Grundschulkinder beim Lesenlernen begleitet. Nebenbei durfte ich zahlreiche Projekte organisieren und durchführen, unter anderem ein Wochenende im Wald, mehrere Theaterstücke und ein Geschichtsprojekt. Seit kurzem arbeite ich hauptamtlich mit Grundschulkindern in einer Gruppe für soziales Lernen und Hausaufgabenbetreuung. Besonders wichtig sind mir in meiner Arbeit die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Umsetzung der Kinderrechte im Gruppenalltag.