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Entspannung im Kindergarten - Kraft tanken für neue Abenteuer

Alles hat seine Zeit. Auch im Kindergarten geht es mal lebendig und mal ruhig zu. Manchmal überwiegen die spielerischen Phasen, während die stillen Stunden in den Hintergrund rücken. Genau aus diesem Grund muss die Bedeutung von Erholung in Betreuungseinrichtungen für Kinder betont werden. Übungen und Spiele zum gemeinsamen Ausruhen stellen das innere Gleichgewicht der Gruppenmitglieder und ihrer Leitung wieder her.

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Warum ist Entspannung im Kindergarten so wichtig?

In der Betreuungseinrichtung sind die Kinder einer Vielzahl an Reizen ausgesetzt, die sie in ihrem Gehirn verarbeiten müssen. Die optischen und akustischen Einflüsse werden zunächst ungefiltert aufgenommen. Anschließend werden sie in wichtige und weniger wichtige Reize eingeordnet. Dieser Vorgang findet auf unbewusster Ebene statt. Trotzdem ist es gerade für jüngere Kinder oft anstrengend, über mehrere Stunden Lärm oder andere äußere Einwirkungen aushalten zu müssen. Hier setzen die Übungen zur Entspannung an. Sie schaffen einen Freiraum, in dem die Gruppenmitglieder von diesen Einflüssen bewusst Abstand nehmen.

Vor dem Hintergrund der notwendigen Erholung darf auch der Einfluss der Erzieherinnen und Erzieher nicht unerwähnt bleiben. An den meisten Tagen ist man ausgeglichen, guter Stimmung und hat viel Spaß mit den Schützlingen. Manchmal lässt die eigene Laune aufgrund von unerfreulichen Situationen am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich zu wünschen übrig. Das bleibt auch den Gruppenmitgliedern nicht verborgen. Sie merken die Wesensveränderung ihrer Gruppenleitung, was sich auf ihr eigenes Verhalten in Form von Anspannung auswirkt.

Viele Erwachsene denken nicht darüber nach, dass in Kindergärten ein Tagesplan gilt. Der Plan gibt den Ablauf von der Begrüßung am Morgen bis zur Verabschiedung am Mittag vor. Neue Gruppenmitglieder sind mit den Vorgaben noch unerfahren. Sie empfinden die Umstände in der Kita häufig als belastend. Mit Entspannungsspielen wird ihnen die Umstellung leichter gemacht.

Ab welchem Alter sind Entspannungsübungen sinnvoll?

Der Erholungseffekt stellt sich ab einem Alter von 3 bis 4 Jahren ein. In jüngeren Jahren sind solche Übungen weder notwendig noch zielführend.

Die besten Entspannungsübungen für den Kindergarten

Viele Entspannungsspiele und -übungen lassen sich als spontane Aktivitäten vornehmen. Bei den spielerischen Einheiten werden die Anwesenden passiv einbezogen. Die Gruppenleitung führt sie an die Übungen heran, ohne ihre Energie zu stark zu beanspruchen. In der Hinsicht unterscheiden sich die Spiele von den üblichen Unternehmungen in der Tagesstätte.

Entspannungsspiele im Kindergarten


Hier finden Erzieherinnen und Erzieher fünf Beispiele für spielerische Entspannungsübungen, die sich in Kitas großer Beliebtheit erfreuen:

1. Traumreise

Bei der Traumreise kann sich die Gruppenleitung an einem vorgegebenen Text orientieren oder sie denkt sich selbst etwas aus, das sich die Kinder in ihrer Fantasie vorstellen sollen. Während des Vortrags bleiben die Gruppenmitglieder auf ihren Stühlen sitzen oder legen sich auf eine Decke. Die Augen bleiben geschlossen, damit man die Traumreise ohne Ablenkung von außen miterlebt.

2. Geschichten vorlesen

Das Vorlesen einer Kurzgeschichte ist eine spontane Möglichkeit, um für Entspannung zu sorgen. Die Themen der Erzählungen sind frei wählbar. In der Weihnachtszeit haben die Geschichten häufig einen Bezug zum Fest. Eine brennende Kerze lässt bereits vor den Feiertagen Festtagsstimmung aufkommen.

3. Klangschalenspiel

Mit dem sanften Hall von Klangschalen werden gleich zwei Ziele erreicht - die Kinder halten für einen Augenblick inne und konzentrieren sich auf den Klang der Schalen. Auf diese Weise werden ihre Sinne für leise Geräusche geschärft.

4. Wind und Wetter ohne Regen

Diese Entspannungsübung vereint die Traumreise mit musikalischen Elementen. Der Schwerpunkt liegt nicht in erster Linie auf einer Erzählung, sondern auf dem Nachstellen verschiedener Wetterlagen mit Musikinstrumenten. Mitten im Rasseln, Rauschen und Donnern entdeckt man die Eigenschaften der unterschiedlichen Instrumente.

5. Stiller Sitzkreis

Die Gruppenmitglieder nehmen sich einen Stuhl oder ein Sitzkissen und nehmen in der Mitte des Raums Platz. Ihre Gruppenleitung gesellt sich dazu. Anders als beim Morgenkreis wird nicht über Organisatorisches gesprochen. Die Anwesenden schließen für 1 bis 2 Minuten die Augen und hören aufmerksam in sich hinein. Im Anschluss sprechen sie über ihre Empfindungen: Was ist in der Stille besonders deutlich aufgefallen? Welche Klänge konnte man vernehmen? Wie fühlt man sich, nachdem man die Augen wieder geöffnet hat?

Häufige Probleme bei Entspannungsübungen

Erholung auf Knopfdruck lässt sich bei Kindern ebenso wenig erzielen wie bei Erwachsenen. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen - am besten hält man einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten frei. Eine zu lange Zeitspanne wird für die Gruppenmitglieder schnell langweilig, während zu wenig Zeit nicht zur gewünschten Entspannung führt.

Je jünger die Kinder sind, umso kürzer ist ihre Konzentrationsspanne. Dasselbe gilt für ihre Konzentrationsfähigkeit. Übungen zur Entspannung setzen genau an diesem Punkt an. Deshalb sollten sie nicht mit zu jungen Gruppenmitgliedern durchgeführt werden.

Entspannungsübungen sind nicht nur für die Kindergartenkinder vorgesehen. Die Gruppenleitung muss sich genau wie ihre Schützlinge auf die spielerischen Übungen einlassen können und wollen. Wenn man mit den Gedanken nicht bei der Sache ist, sind solche Spiele zwecklos.

Die Gruppe setzt sich aus unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen. Oftmals sind die Konstellationen durchmischt: Einige Gruppenmitglieder haben ein auffallend gelassenes Naturell. Andere sind lebhafter als der Durchschnitt. Hinzu kommen diejenigen, die sich in der goldenen Mitte bewegen. Ruhige Kinder haben mit Entspannungsspielen keine Probleme. Bei überdurchschnittlich agilen Mitspielenden sieht es anders aus - ihnen fällt es schwerer, sich still zu verhalten. Hier muss die Gruppenleitung Spiele wählen, die solche Anwesenden nicht überfordern.

Entspannung im Kindergarten - FAQs


1. Wann ist ein idealer Zeitpunkt für Entspannungsspiele mit der Gruppe?

Die Entspannungsübungen sollten zwischen der morgendlichen Zusammenkunft im Stuhlkreis und der Abschlussrunde am Mittag stattfinden. Der Grund für diese zeitliche Einordnung ist mit wenigen Worten erklärt: In den Morgenstunden sind die Kinder noch ausgeruht, während sie zur Mittagszeit nicht mehr in vollem Umfang aufnahmefähig sind.

2. Reicht eine einzelne Entspannungsübung als Pause aus?

Diese Frage hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der grundsätzlichen Stimmungslage in der Gruppe spielt die Tagesform eine Rolle. Als Gruppenleitung sollte man zunächst nur eine Übung mit den Anwesenden durchführen. Im Ausnahmefall sind zwei Übungseinheiten angemessen. Zu viele Spiele reizen die Konzentrationsfähigkeit der Kinder aus, was den Erholungseffekt mindert.

3. Ein Gruppenmitglied hat mir gesagt, dass es sich bei den Entspannungsspielen unwohl gefühlt hat - wie gehe ich am besten darauf ein?

Entspannungsübungen sind nicht jedermanns Sache. Hier kann man einen Mittelweg einschlagen und die Spiele als Aktivitäten für Freiwillige anbieten. Wer nicht daran teilnehmen möchte, beschäftigt sich im Nebenraum oder unter Aufsicht einer erwachsenen Person auf dem Pausenhof.

4. Wie kann ich die Entspannungszeiten als Gruppenleitung sinnvoll nutzen?

Beim Vorlesen einer Geschichte kommen nicht nur die Kinder zur Ruhe. Die Gruppenleitung macht ebenfalls für einige Minuten Pause, um innerlich aufzutanken. Während man die Geschichte vorträgt, lässt man sich jeden Satz auf der Zunge zergehen und denkt darüber nach, was er aussagt. Diese einfache Methode ist für Erzieherinnen und Erzieher eine gute Gelegenheit, um sich zusammen mit den Kindern zu erholen.

5. Die Entspannung stellt sich einfach nicht ein - sollen die Übungen und Spiele vertagt werden?

Wenn es an manchen Tagen nicht entspannt genug zugeht, ist dieser Umstand zu akzeptieren. Erholung lässt sich nicht erzwingen. Am nächsten Tag sieht es oft anders aus und die Übung gelingt auf Anhieb. Dann sollte man die Entspannungsspiele im Sinne aller Beteiligten verschieben.

Als Gruppenleitung sollte man überlegen, ob man selbst der Grund für die fehlende Erholung war. Vielleicht hat sich die eigene Unruhe auf die Gruppe übertragen. Wer schon am frühen Morgen nicht gerade die beste Laune hat, kann die geplante Entspannungsübung vom Tagesplan streichen oder sich bewusst für eine erholsame Spielidee mit den Kindern entscheiden. Oft lässt sich die eigene Stimmung mit einem kurzen Impuls verbessern.

Fazit - entspannt durch den Kindergartenalltag

Zwischendurch muss man auch mal eine Pause einlegen, um seine Kräfte zu sammeln. Entspannungsspiele helfen den Gruppenmitgliedern bei der Erholung von ihren Erlebnissen, an denen sie wachsen und aus denen sie für ihre eigene Entwicklung etwas mitnehmen.

Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter führen die Spiele mit den Anwesenden durch. Dabei ruhen sie selbst für einen Moment aus, was im oft stressigen Alltag einer pädagogischen Fachkraft sowohl ratsam als auch gesund ist. Dabei werden sie die positiven Auswirkungen auf die gesamte Gruppe feststellen: Bei den Entspannungsübungen kehrt Ruhe ein, die Beteiligten konzentrieren sich auf ihre innere Mitte und kehren nach der spielerischen Pause mit neuer Energie in das tägliche Leben zurück. 

19.05.2026, Nina K.

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.