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Klassenfahrt planen: Checkliste, Ablauf & Tipps für Lehrer

Im Laufe des Schuljahres oder der gesamten Schulzeit wird der Unterricht nach Lehrplan durch Unternehmungen im Klassenverband unterbrochen. Oftmals sind es Tagesreisen, bei denen die Klasse spätestens am frühen Nachmittag wieder zurückkehrt. Daneben stehen Klassenfahrten in unregelmäßigen Abständen an: Auf der gemeinsamen Reise im geschlossenen Kreis erleben sich die Schülerschaft und die begleitenden Lehrkräfte anders, als sie es gewohnt sind. Sie lernen sich in einem privaten Umfeld kennen. Diesen Vorteil bietet der normale Alltag in der Schule nicht. Beim gemeinsamen Klettern ist auch im übertragenen Sinne der Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft erforderlich, um die Prüfungen erfolgreich zu bewältigen. Die Erfolgserlebnisse machen die Beteiligten stolz und zeigen allen Mitwirkenden, dass man in der Gruppe stark ist.

Keine Klassenfahrt wird von heute auf morgen 'aus dem Boden gestampft'. Eine professionelle Planung muss unbedingt erfolgen. Gerade für frisch ausgebildete Referendarinnen und Referendare ist die Organisation eine Feuertaufe. Wer sich die Reiseplanung wie eine Checkliste vorstellt, geht tatsächlich wie ein Profi vor und bereitet der Klasse am Ende eine gemeinsame Woche, an die alle Mitreisenden nach der Rückkehr gerne zurückdenken.

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Bedeutung einer Klassenfahrt

Die gemeinsame Reise im Kreis der Klassengemeinschaft ist mehr als ein Ausbruch aus der Monotonie zwischen Vokabelheft und Tafelkreide. Im Gegensatz zum normalen Schulalltag endet die gemeinsame Zeit nicht mittags oder nachmittags. Am Zielort verbringt die Klasse einschließlich der Klassenleitung und einer weiteren Begleitperson mehrere Tage miteinander. Dabei müssen sich alle Anwesenden anpassen, alte Gewohnheiten hinterfragen und sich auf die anderen Mitreisenden in jeder Hinsicht einlassen.

Schritt-für-Schritt: So planen Sie eine Klassenfahrt

Am Anfang jeder Klassenfahrt steht die Frage, welche Klasse verreist und wohin die Reise geht. In der Grundschule führt die Fahrt nicht weiter als in das Umland. In den weiterführenden Schulen lösen weiter entfernte Destinationen wie die Hauptstadt Berlin das klassische Schullandheim im Wald ab. Seminarfahrten in der Oberstufe gehen oft ins Ausland. Dort wird ein Bezug zum Unterricht hergestellt, der vor Ort im Rahmen von Exkursionen oder ähnlichen Unternehmungen in Kleingruppen erforscht wird. Leistungskurse im Fach Kunst bereisen zum Beispiel Städte mit einem vielfältigen Angebot an Museen oder architektonisch reizvollen Bauwerken.

Der Anfahrtsweg wird mit Bus oder Bahn zurückgelegt. Die Preise für die Fahrkarten sind in den Kosten für die Reise eingeschlossen. Neben dem Ort ist der zeitliche Rahmen für die Planung wichtig. Klassenreisen dauern in den ersten beiden Grundschuljahren oft nur 2 bis 3 Tage. Höhere Klassenstufen entfliehen dem Schulalltag in der Regel für 5 Tage. Meistens reist die Klasse am Montag an und bleibt bis zum Freitag am Zielort.

Für Klassenreisen wird ein Geldbetrag berechnet, in dem die Unterkunft samt Verpflegung mit inbegriffen ist. Für die Kosten müssen die Erziehungsberechtigten der Klassen- oder Kursmitglieder aufkommen. Die verantwortliche Lehrkraft hat die Aufgabe, die Beträge mit dem Anbieter auszuhandeln. Wer zum ersten Mal eine Klassenfahrt organisiert, ist mit der Unterstützung eines erfahrenen Mitglieds aus dem Lehrerkollegium gut beraten.

Beim nächsten Elternabend werden alle Fragen rund um die Klassenfahrt mit den Erziehungsberechtigten erklärt. Neben organisatorischen Belangen teilt die Klassenleitung den Eltern die Dauer der Reise mit. Weitere Punkte auf der Checkliste sind die Adresse der Unterkunft und das Programm der Fahrt.

Genehmigungen & rechtliche Aspekte

Eine Reise im Klassenverband ist keine spontane Unternehmung. Bevor die Klasse gemeinsam in das Abenteuer aufbricht, muss die Direktion ihr Einverständnis erteilen. Nur mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schulleitung ist die Klassenfahrt eine Veranstaltung, welche von der Schule ausgerichtet wird.

Auf einer Klassenfahrt behalten die mitreisenden Lehrerinnen und Lehrer ihren Status als Autoritätspersonen bei. Ähnlich wie in der Schule sind sie dazu berechtigt, Anweisungen zu geben. Dabei gelten genau wie im schulischen Rahmen Richtlinien, an die sich die Lehrkräfte auch während der Klassenreise halten müssen.

Die Teilnahme an der Klassenfahrt ist verpflichtend, da die Woche im Schullandheim die Präsenzzeit in der Schule ersetzt. Es gibt allerdings Gründe, die dagegen sprechen. Dazu zählen religiöse Standpunkte oder Krankheitsfälle. Wer von der Klassenreise ausgenommen ist, besucht in dieser Zeit den Unterricht in der Parallelklasse. Im Fall von Krankheit wird ein Attest vorgelegt.

Zudem haben Lehrpersonen das Recht, einzelne Mitglieder aus der Klasse von der Reise auszuschließen. Dieser Beschluss muss jedoch begründet und ggf. als Dokument von der Schulleitung unterzeichnet werden.

Unterschiede zwischen Grundschule und weiterführender Schule

Klassenfahrten werden sowohl in den Grundschuljahren als auch in den höheren Jahrgängen veranstaltet. Der Zweck weicht jedoch ab: In den ersten Schuljahren sollen gemeinsame Reisen mit allen Klassenmitgliedern das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken. In den weiterführenden Schulen sind Klassenfahrten mit Studien- oder Seminarfahrten gleichzusetzen. Übungen zur Stärkung der Teamfähigkeit stehen nicht mehr im Vordergrund. Stattdessen besichtigt der Kurs geschichtsträchtige Orte wie Gedenkstätten. Bei den Besuchen bilden Themen aus dem Unterricht die Grundlage.

Klassenreisen in den ersten Schuljahren sind oft kürzer, was auf das Alter der Schülerschaft zurückzuführen ist. Ein langes Wochenende ist genug Zeit, um sich auf die neue Erfahrung einzulassen und später länger im Schullandheim zu verweilen.

FAQs - ist alles klar?

Die Taschen sind gepackt und der Bus fährt ein - nun kann die Reise mit der Klasse endlich losgehen. Ein paar nützliche Ratschläge gehören ebenfalls ins Gepäck und machen der betreuenden Lehrperson den Aufenthalt etwas einfacher.

1. Was soll ich als Lehrkraft tun, wenn ein Kind aus der Klasse Heimweh hat?

Akute Sehnsucht nach den Eltern ist gerade in Grundschulklassen ein häufiges Symptom, das auf Heimweh hindeutet. Darauf sollten sich Lehrerinnen und Lehrer unbedingt einstellen. Diese Situation passiert nicht auf jeder Klassenfahrt, sie ist aber auch keine Ausnahme. Je jünger die Mitreisenden sind, umso fremder und ungewohnter erscheint ihnen die neue Umgebung im Schullandheim.

Bei schweren Fällen von Heimweh ist gutes Zureden keine Lösung. Stattdessen sollte dem betreffenden Klassenmitglied ein kurzes Telefonat mit den Eltern erlaubt werden. Wenn alles nichts hilft, dann sollten die Erziehungsberechtigten verständigt werden, damit sie ihr Kind abholen.

2. Ist eine Begleitperson auf der Klassenreise zwingend erforderlich?

Nicht nur bei Klassenfahrten, sondern auch bei Ausflügen stellt sich die Frage nach einer zweiten erwachsenen Begleitperson. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Arbeitsteilung. Die Präsenz von mehr als einer Lehrkraft oder einem Mitglied aus dem Kreis der Eltern ist bei Schulveranstaltungen wie Klassenreisen sogar vorgeschrieben. Diese Vorgabe ist unbedingt einzuhalten.

3. Was wird vonseiten der Schule unternommen, wenn die Eltern eines Klassenmitglieds die Kosten für die Reise nicht bezahlen können?

In dem Fall wird gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten nach einer Lösung gesucht. Darüber hinaus sollte die Schulleitung über das Problem in Kenntnis gesetzt werden. Viele Schulen verwalten ein Konto für gesonderte Ausgaben. Mit einem Teil des Geldes lassen sich solche Kosten decken. Die Kostenübernahme sollte nie ohne das Einverständnis der Direktion und der betreffenden Eltern geschehen!

4. Ich begleite einen Oberstufenkurs auf seine Seminarfahrt. Die meisten Kursmitglieder sind bereits 18 Jahre alt. Darf ich ihnen den Konsum von alkoholischen Getränken dennoch untersagen?

Grundsätzlich ist der Genuss von Alkohol für über 18 Jahre alte Schülerinnen und Schüler erlaubt. Sollte es einen triftigen Anlass zu Bedenken geben, kann die Lehrperson die betreffenden Mitglieder des Kurses vor der Reise darauf ansprechen. Während der Seminarfahrt hat man als Lehrkraft ein Auge auf diejenigen, bei denen eine gewisse Wachsamkeit angezeigt ist. Im Ausnahmefall können Lehrerinnen und Lehrer ein allgemeines Verbot verhängen, was ungeachtet der Volljährigkeit von einzelnen Kursmitgliedern in Kraft tritt.

Fazit - gemeinsam in Richtung Gemeinschaftssinn

Jede Klassenfahrt hat ein Ziel. Damit ist nicht nur ein örtliches Ziel, sondern vor allem die Zielsetzung gemeint, der Klasse zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl zu verhelfen.

Klassenreisen sind keine Urlaubsreisen. Das begreifen Lehrerinnen und Lehrer noch vor der Ankunft in der Herberge. Die vorausschauende Planung der Klassenfahrt ist ebenso notwendig wie die Betreuung der Klasse am Ort des Geschehens. Besonders in der Grundschule werden erwachsene Begleitpersonen gefordert: Sie müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit ein wachsames Auge auf die Klassenmitglieder haben, ansprechbar sein und zur Not eingreifen können.

Bei einer rechtzeitigen Planung lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden. Ein (Schul-)Jahr Vorlaufzeit sollte definitiv eingeplant werden, um die Reisepläne mit der Schulleitung zu besprechen, Zimmer zu buchen und die Vorfreude wachsen zu lassen.

Nina K., 05.01.2026

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.