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Klassenzimmer Organisation: 14 Tipps für eine geordnete Spielesammlung

Klassenzimmer Organisation - Mama Lena ist verzweifelt. Sie steht vor dem Spieleschrank in ihrem Klassenraum. In den vergangenen Jahren haben sich so viele Spiele hier angesammelt. „Wer soll die denn noch alle spielen?“, fragt sie sich. Einige sind schon so alt, dass Lena sie schon gespielt haben könnte, als sie selbst noch zur Schule ging. Dazwischen liegen einzelne Spielkarten. Spielfiguren und Würfel liegen im ganzen Klassenraum verteilt. „So ein Chaos“, seufzt Lena, „wer soll da nur jemals wieder Ordnung reinbringen?“



Unvollständige Spiele, fehlende Spielanleitungen, falsche Figuren dazwischen; ein heilloses Durcheinander. Jeder Pädagoge und jede Pädagogin kennt dieses Problem und das Gefühl, vor einem solchen Chaos zu stehen. Eine große Spielesammlung ist Fluch und Segen zugleich. Klar, eine gute Auswahl an Spielen für alle Gelegenheiten ist sicher gut, doch wenn sie aus Spielen besteht, mit denen kaum noch ein Kind spielen möchte oder von denen niemand die Anleitung kennt, ist selbst die schönste Spielesammlung unbrauchbar.

Ordnung in das Chaos bringen


Auch wenn das Sortieren und Aussortieren von Spielen viel Zeit in Anspruch nehmen kann, ist es doch etwas, bei dem sich die Investition lohnt. Vielleicht entsteht am Ende sogar eine Spiele-AG oder ein regelmäßiger Spielenachmittag, an dem Spiele ausprobiert werden können, die schon lange nicht mehr gespielt wurden? 

Tipp 1: Genug Zeit nehmen

Doch wo fängt man dabei an? Einfach planlos irgendein Spiel zu greifen und durchzuschauen, ist hier wahrscheinlich die schlechteste Lösung. Besser, man geht gezielt vor. Dafür bietet es sich an, sich einen Nachmittag lang Zeit zu nehmen, nur den Spieleschrank/ das Spieleregal aufzuräumen. Dann ist am Ende des Nachmittags schon ein großer Teil geschafft, der Rest lässt sich leicht nebenbei erledigen. Hierbei kann man gut die Klasse oder Gruppe einbeziehen.

Tipp 2: Die Spiele direkt sortieren

Zuerst werden alle Spiele aus dem Schrank geräumt. Gleichzeitig werden die Spiele schon einmal auf drei Tischen vorsortiert: Auf den ersten Tisch kommen alle Spiele, die vollständig sein sollten. Auf den zweiten Tisch kommen die Spiele, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr vollständig sind. Alle anderen Spiele werden auf dem dritten Tisch gestapelt. Klassische Spielesammlungen und Gesellschaftsspiele wie Mühle, Dame und Mensch ärgere dich nicht, wandern auf einen Stapel auf dem vierten Tisch. Auch alle Spielfiguren, Würfel und Anleitungen, die einzeln im Regal liegen, kommen auf den vierten Tisch.

Tipp 3: Das leere Fach sofort auswischen

Sobald die Regalbretter leer sind, werden sie einmal ausgewischt. Dann können die vollständigen Spiele im nächsten Schritt direkt zurückgestellt werden.

Tipp 4: Der vierte Tisch dient der Organisation

Dann geht es ans Durchschauen der Spiele. Zunächst werden die Spiele auf dem ersten Tisch auf Vollständigkeit überprüft. Alle Teile, die nicht zu diesem Spiel gehören, wandern zu den Spielesammlungen auf dem vierten Tisch. Hier sollten gleich Figuren, Würfel und Spielanleitungen getrennt werden. Diese können am sinnvollsten direkt in Ordnungsboxen einsortiert werden.



Tipp 5: Unvollständige Spiele gleich ergänzen

Die unvollständigen Spiele kommen auf den vierten Tisch. Hier können die fehlenden Teile sofort ergänzt und das Spiel zurück in den Schrank gestellt werden. Sind die fehlenden Teile noch nicht aufgetaucht, werden die Spiele hier aufbewahrt und erst zum Schluss ergänzt, sobald alle Spiele durchgeschaut wurden. Auch hier sollten die Spiele sortiert gestapelt werden. Auf einem Stapel stehen die Spiele, bei denen nur die Spielanleitung oder einzelne Teile fehlen. Der zweite Stapel besteht aus den Spielen, denen mehrere Teile fehlen.

Tipp 6: Einen Tisch nach dem anderen sortieren

Sobald die Spiele auf dem ersten Tisch entweder im Schrank oder auf dem vierten Tisch gelandet sind, geht es genauso mit dem zweiten Tisch weiter. Auch hier werden alle vollständigen Spiele zurückgestellt, fehlende Teile entweder direkt ergänzt oder das Spiel auf den vierten Tisch gestellt. Auch mit dem dritten Tisch wird ebenso verfahren.

Tipp 7: Den vierten Tisch als letztes sortieren

Alle Spiele, die jetzt noch auf dem vierten Tisch stehen, werden nun, soweit möglich, ergänzt. Alle Spielfiguren, Spielanleitungen und Würfel, die jetzt noch hier liegen, sollten nun wieder dem richtigen Spiel zugeordnet werden können. Spielanleitungen von Spielen, die nicht im Schrank stehen, werden entsorgt, sofern sie nicht mehr benötigt werden. Zusätzliche Würfel und Spielfiguren, die zu keinem Spiel passen, können in verschiedene Schachteln sortiert werden.

Tipp 8: Unvollständige Spiele ergänzen

Bei Kartenspielen liegen oft leere Ersatzkarten bei, die neu beschriftet werden können. Im Internet gibt es für einige Spiele Druckvorlagen, mit denen verloren gegangene Karten leicht ersetzt werden können. Bei vielen Brettspielen werden klassische, sechsseitige Würfel genutzt, die schnell aus einem anderen Spiel ausgeliehen oder in der Spielwarenhandlung neu beschafft werden können. Selbst wenn ein spezieller Würfel benötigt wird, gibt es im Handel leere Würfel, die man selbst entsprechend gestalten kann. Spielfiguren lassen sich häufig problemlos durch andere ersetzen. Gerade bei Quizspielen oder Aktionskarten ist es häufig nicht schlimm, wenn einzelne Karten fehlen, sie können trotzdem noch gespielt werden. Manchmal bringt es gerade besonders Spaß, zu bekannten Spielen eigene Aktions-/Aufgabenkarten zu entwickeln. Auch viele Spielanleitungen lassen sich schnell im Internet recherchieren.

Tipp 9: Einen Spielenachmittag veranstalten, um unvollständige Spiele zu testen

Bei allen Spielen, die nun noch unvollständig sind, wird überprüft, ob sie trotzdem spielbar sind und ob die fehlenden Teile ergänzt werden können. Bei vielen Spielen ist es nicht schlimm, wenn ein paar Karten fehlen und auch Figuren lassen sich häufig durch andere ersetzen. Hierfür bietet sich ein Spielenachmittag an, bei dem diese Spiele ausprobiert werden. Alle Spiele, die so nicht mehr funktionieren, werden aussortiert.

Tipp 10: Unvollständige Spiele nicht einfach wegwerfen

Selbst wenn ein unvollständiges Spiel nicht mehr gespielt werden kann, sollte es nicht einfach in den Müll wandern. Vor allem Würfel und Spielfiguren lassen sich gut für andere Spiele nutzen. Und auch mit dem Spielbrett kann man ein neues Spiel erfinden oder daraus etwas Neues basteln. Der Spielekarton kann zum Sortieren der Spielfiguren weiter genutzt werden. Hierfür sollte nur die Außenseite neu gestaltet werden, damit jeder weiß, was darin ist.

Tipp 11: Spielesammlungen zusammenführen

Zuletzt werden die Spielesammlungen und Gesellschaftsspiele mit klassischen Figuren sortiert. Häufig sind diese Spiele gleich mehrfach im Spieleregal vorhanden. Eine Möglichkeit ist hier, die Spiele, die mehrfach vorhanden sind, zusammenzuführen. So können die schwarzen und weißen Steine für Mühle oder Dame in einer Ordnungsbox gesammelt werden, die klassischen bunten Spielfiguren in einer zweiten, und Schachfiguren in einer dritten Box sortiert werden. Die Spielbretter für diese Spiele können in einer Spielpackung zusammengeführt werden. Somit lässt sich einerseits Platz im Regal schaffen, andererseits sind die Spiele besser geordnet und können bei Bedarf schnell gefunden werden.  



Tipp 12: Den Schrank sortieren

Wenn alle Spiele wieder vollständig im Spieleschrank stehen, können sie sortiert werden. Hierbei gibt es verschiedene Varianten. Eine Möglichkeit ist, die Spiele in Brett- und Kartenspiele zu unterteilen. Die Spiele können aber auch nach Anzahl der Spieler:innen, nach Dauer des Spiels oder nach Klassenstufen sortiert werden. Es bietet sich auch an, Spiele, die häufig gespielt werden, auf einen Stapel zu stellen und Spiele, die eher selten gespielt werden, auf einen anderen. Vielleicht gibt es dadurch einen Anreiz, diese Spiele auszuprobieren und nicht nur zu den bekannten zu greifen?

Tipp 13: Das Spielregal auch mal aussortieren

Beim Sortieren fällt leicht auf, welche Spiele bisher noch nie gespielt wurden und welche häufig. Sind die Einzelteile noch originalverpackt, ist das Spiel entweder uninteressant, die Spielanleitung zu schwer oder es wurde einfach noch nicht entdeckt. Auch hier hilft ein Spielenachmittag mit den Kindern, um herauszufinden, welche Spiele überhaupt für sie interessant sind. Spiele, die nicht mehr für das Alter geeignet sind, können an jüngere Jahrgangsstufen abgegeben werden. Auch soziale Organisationen freuen sich über gespendete Spiele, sofern diese noch gut erhalten und vollständig sind. Vielleicht ist dann sogar Platz für neue Spiele, die den Kindern noch besser gefallen?

Tipp 14: Nie mehr Chaos

Damit jedes Spiel wieder an seinen Platz im Regal zurückkommt, helfen Beschriftungen am Regal. Auch könnte ein Spieldienst in der Klasse eingeführt werden, der auf Ordnung im Spieleschrank achtet. Vor allem aber sollte darauf geachtet werden, dass die Spiele vollständig wieder ins Regal gestellt werden. Auch hier können die Kinder gut beteiligt werden.  

Passende Regale für Ihre Spielesammlung finden Sie hier. 

Oriana R. / 09.03.2022

Zur Autorin: Mein Name ist Oriana und ich habe kürzlich mein Studium in Geschichte und Pädagogik beendet. Ich bin seit fast 10 Jahren als ehrenamtliche Lesepatin tätig und habe schon über 40 Grundschulkinder beim Lesenlernen begleitet. Nebenbei durfte ich zahlreiche Projekte organisieren und durchführen, unter anderem ein Wochenende im Wald, mehrere Theaterstücke und ein Geschichtsprojekt. Seit kurzem arbeite ich hauptamtlich mit Grundschulkindern in einer Gruppe für soziales Lernen und Hausaufgabenbetreuung. Besonders wichtig sind mir in meiner Arbeit die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Umsetzung der Kinderrechte im Gruppenalltag.