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Laufdiktat in der Grundschule

In der ersten Klasse werden die Buchstaben des Alphabets gelernt. An der Tafel oder im Schreibheft wagt sich die junge Schülerschaft an ihre ersten Schreibversuche. Im Laufe der Zeit schreiben sie erst kurze, dann längere Wörter auf. Später wird die Schreibfeder für Sätze und schließlich zusammenhängende Texte gespitzt.

Beim Schreiben von Diktaten liest die Fachlehrkraft einen Text langsam vor. Die Klassenmitglieder hören genau zu, um jedes Wort zu erfassen und korrekt auf dem Papier wiederzugeben. Nach der Lehreinheit werden die Resultate gemeinsam besprochen oder von der Lehrperson bewertet. Die Beurteilung der Leistungsstände gründet auf der Rechtschreibung, der Vollständigkeit der Sätze und insbesondere in Grundschulen auf der Lesbarkeit der handschriftlich verfassten Anfertigungen.

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Was ist ein Laufdiktat?

Diktate werden in Sprachfächern geschrieben. Bis zur dritten Klasse handelt es sich dabei um den Deutschunterricht. Ab der dritten Klassenstufe wird der Stundenplan um das Fach Englisch als erste Fremdsprache erweitert.

Bei Laufdiktaten werden drei hauptsächliche Fähigkeiten erlernt:

1. Rechtschreibung
2. Satzbau
3. Zeichensetzung


Die zugrundeliegende Sprache hat auf den Kompetenzerwerb keine Auswirkung. Sowohl in Deutsch als auch in Englisch eignen sich die Klassenmitglieder orthografische und syntaktische Fertigkeiten an. Mit den Diktatübungen werden ihre Fähigkeiten auf den Prüfstand gestellt.

Bei Laufdiktaten entfällt das Sitzen am Tisch. Anders als bei normalen Diktaten liest die Lehrperson den Text nicht Satz für Satz vor. Das Diktat wird in einzelne Sätze gegliedert. Für jeden Satz ist ein Zettel oder eine Karteikarte vorgesehen. So entsteht ein Satzpuzzle, das die Kinder selbst zusammenfügen müssen.

Warum ist das Laufdiktat so effektiv?

Laufdiktate fordern die Grundschulkinder auf zwei Ebenen heraus - dem Lesen und der korrekten Wiedergabe des gelesenen Satzes in schriftlicher Form. Beide Fähigkeiten werden mit körperlicher Aktivität verbunden, was die Motorik fördert. Die Aufnahme von fachlichen Kompetenzen erfolgt zeitgleich mit der Bearbeitung der einzelnen Stationen.

Beim Lesen der Sätze beschäftigen sich die Klassenmitglieder auch mit dem optischen Aufbau von Satzgefügen. Dieses Bild behalten sie im Gedächtnis. Diktate nach dem herkömmlichen Prinzip sprechen vor allem den auditiven Lerntyp an. Bei Laufdiktaten werden die Wortkonstellationen sichtbar gemacht, was dem visuellen Lerntyp entgegenkommt.

Laufdiktat in der Grundschule

Die Herangehensweise wird nach Klassenstufen aufgeteilt. Konkrete Beispiele machen den Ablauf besser verständlich.

Im ersten Grundschuljahrgang fangen die Klassenmitglieder klein an. Die Sätze sind kurz gehalten; auch der Wortumfang des Diktats liegt bei 10 bis maximal 20 Wörtern. Es ist möglich, statt Sätze einzelne Wörter (z. B. "Eis", "Ferien" oder "Sonne") auf die Karten zu schreiben. Auf diese Weise wird die Methode des Laufdiktats schrittweise geübt.

Mit dem Übergang in die zweite Klasse werden die Übungen etwas schwieriger. Sätze wie "Pauli geht im Meer schwimmen" haben eine begrenzte Länge. Sie bilden jedoch eine Geschichte, die sich nach und nach entfaltet. Die Diktate umfassen im Schnitt 20 bis 30 Wörter.

Ab der dritten Klassenstufe wird der Gesamtumfang der Diktate größer. Die Sätze bestehen aus Haupt- und Nebensätzen. Darüber hinaus werden kompliziertere Wörter (z. B. "Schifffahrt" oder "Brummkreisel") verwendet, an denen sich die Rechtschreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler zeigt. Die durchschnittliche Textlänge beträgt 30 bis 40 Wörter.

In der vierten Klasse kennt die Schülerschaft das Prinzip des Laufdiktats aus den vorigen Jahren. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich trotzdem weiter erhöhen: Wörtliche Rede oder Satzzeichen wie Gedankenstriche müssen in der Reinschrift in den richtigen Zeilen erscheinen. Die Diktate weisen einen Spannungsbogen auf, der beim Bearbeiten der Stationen eingehalten werden muss. Sie sind zwischen 40 und 50 Wörter lang.

Anleitung - Laufdiktat Schritt für Schritt

Diese beispielhafte Anleitung orientiert sich am Ablauf von Laufdiktaten in der zweiten Klasse. Die Lehrkraft schreibt einen Text nach Vorlage oder ein selbst verfasstes Diktat Satz für Satz auf Karteikarten. Die Karten werden an verschiedenen Stationen im Klassenzimmer ausgelegt. Tische dienen als Schreibunterlagen.

Schlauer Tipp: Besonders talentierte Wortprofis können der Fachlehrkraft einen Teil ihrer Arbeit abnehmen, indem sie selbst ein Diktat zu Papier bringen.

Beispiel für ein kurzes Diktat:

"Pauli geht im Meer schwimmen

Es sind Ferien. Pauli möchte im Meer schwimmen. Er kann das Wasser schon sehen. Pauli schwimmt lange im Meer. Dabei hat er viel Spaß. Morgen geht er wieder im Meer schwimmen"

Auf jede Karteikarte wird jeweils ein Satz geschrieben. Die Karten werden im Klassenraum verteilt. Nun kommt der Stein ins Rollen - die Schülerinnen und Schüler beginnen an einer Station, die von der Lehrperson bestimmt wird. Sie haben ihr Arbeitsblatt und einen Stift in der Hand, um die einzelnen Sätze zu einem Text zusammenzufügen.

Für Laufdiktate sollte mindestens eine 45 Minuten lange Schulstunde eingeplant werden. Am besten ist eine Doppelstunde mit einer Dauer von 90 Minuten. In der ersten Stunde findet das Laufdiktat statt. Anschließend werden die Diktate im Plenum verglichen. Nach Bedarf übt die Lehrkraft mit der Klasse Grundregeln für Zeichensetzung, Satzbau oder Orthografie. Solch ein "Lernpaket" deckt alle Kompetenzbereiche ab, die in Sprachfächern behandelt werden.

Laufdiktat in der Grundschule - FAQs

Lehrerinnen und Lehrer kennen die Regeln für das Schreiben von Diktaten. Sie tragen einen Text langsam vor, die Klasse schreibt jedes Wort auf und zum Schluss werden die Hefte eingesammelt. Bei Diktatübungen im Klassenraum sind Fragestellungen zur Benotung nachvollziehbar. Ebenso unklar scheint die Frage zu sein, ob Laufdiktate als Übung für zu Hause geeignet sind.

1. Werden die Diktate benotet?

Die Frage nach der Benotung liegt im Ermessen der Lehrperson. Laufdiktate können ebenso wie Diktate im herkömmlichen Sinn mit einer Notenvergabe bewertet werden. Nach der Arbeitsphase sammelt die Lehrkraft alle Diktate ein, um sie auf Rechtschreibfehler zu überprüfen. Die Leistungen der einzelnen Klassenmitglieder werden mit Punkten oder Noten beurteilt.

2. Wie lassen sich Laufdiktate als Hausaufgabe erteilen?

Wenn das Laufdiktat zu Hause geschrieben werden soll, teilt die Fachlehrkraft ein Arbeitsblatt aus. Die Klassenmitglieder bekommen mehrere Aufgabenstellungen. Als erste Aufgabe wird das Diktat an einer gestrichelten Linie durchgeschnitten. Die einzelnen Papierstücke enthalten jeweils einen Satz. Sie werden an verschiedenen Orten (z. B. Küchentisch, Fensterbank oder Sofa) deponiert. Nun startet man an einer beliebigen Station und setzt das Diktat nach dem Muster fort, wie man es aus der Schule kennt. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde werden die Ergebnisse im Plenum verglichen.

Eine Kombination aus Laufdiktaten im Klassenzimmer und dem "bewegten Schreiben" von Diktaten am Heimarbeitsplatz verhilft der Schülerschaft zum Goldstatus in Sachen Wortarbeit. Das Üben der fachlichen Kompetenzen wird zu Hause in Einzelarbeit vertieft.

3. Wie lassen sich die Klassenmitglieder motivieren?

Die Arbeitsphase ist gerade für Kinder in den ersten beiden Klassenstufen kein Spaziergang. Sie müssen nicht nur einen ganzen Satz im Kopf behalten, sondern ihn in einwandfreier Orthografie aufschreiben. Je nach Rechtschreibkompetenz und Konzentrationsfähigkeit empfinden die Beteiligten solch einen Arbeitsauftrag als ziemlich anstrengend.

An jeder Station finden die Klassenmitglieder eine Schüssel mit Weingummis. Wer die Station erfolgreich beendet hat, nimmt sich ein Weingummi. Die Süßware darf sofort gegessen werden oder man sammelt weitere Weingummis, um am Ende eine ganze Handvoll zu verspeisen.

Diese Idee ist mit einem Augenzwinkern gemeint: Die Wahl zur Diktatorin oder zum Diktator macht aus dem Stationenlauf eine humorvolle Angelegenheit. Der Titel ist nicht ernst zu nehmen, gilt hier aber wortwörtlich - wer sein Laufdiktat am schnellsten richtig aufschreibt, hat den Kampf gegen die "Diktatur" gewonnen und es tapfer mit den Sätzen auf den Karten aufgenommen.

4. Wird für Laufdiktate unbedingt eine volle Unterrichtsstunde benötigt?

Die bewegungsorientierte Form des Diktatschreibens schließt sich an eine Vorbereitungszeit an, die bereits bei der Planung der Schulstunde auf dem Verlaufsplan vermerkt wird. Die Arbeit an den Stationen ist vergleichsweise zeitintensiv. Deshalb sollten Fachlehrkräfte mindestens eine Unterrichtsstunde für den Arbeitsauftrag einplanen.

Fazit - am laufenden Band lernen

Ich habe einen Lauf: Diktate stehen ab der ersten Klasse auf dem Lehrplan. Die kleinschrittige Heranführung an das eigenständige Schreiben von Wörtern, Sätzen und längeren Textpassagen stellt eine der wichtigsten Kernkompetenzen dar.

Die Methode des Laufdiktats begleitet die Schülerschaft von der Einschulung bis zum Ende der letzten Klassenstufe in der Grundschule. In der ersten Klasse werden kleine Laufdiktate geschrieben. Mit der Versetzung in den nächsthöheren Jahrgang verändert sich der Schwierigkeitsgrad: Die Diktate werden länger, die Sätze werden komplexer und die Inhalte bauen in einer Reihenfolge aufeinander auf, die in der Reinschrift nachvollziehbar sein muss. Durch den wachsenden Anspruch lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Rechtschreibregeln, sondern die Fähigkeit zur parallelen Bewältigung von mehreren Aufgaben. Sie wird in den höheren Jahrgängen nach der Grundschulzeit definitiv vorausgesetzt.

Nina K., 12.02.2026

Zur Autorin: Mein Name ist Katharina und ich bin seit dem Jahr 2018 als freiberufliche Autorin tätig. Zuvor habe ich mein Studium in Anglistik und Philosophie erfolgreich abgeschlossen. Das Verfassen von Artikeln für Lehrerblogs zählt nicht nur zu meinen grundlegenden, sondern auch zu meinen liebsten beruflichen Aufgaben. Mir macht es viel Freude, sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern nützliche Ratschläge für den Alltag 'vor der grünen Tafel' an die Hand zu geben. Meine Themenschwerpunkte reichen von Hilfestellungen für die Organisation über Tipps für eine gelungene Unterrichtsführung bis hin zu Gedanken über Werte wie Empathie und Mitgefühl – sie ermöglichen nicht nur in der Schule ein harmonisches Miteinander.